Schriften: Kurzbeschreibung

Carola Schweizer

Mobile Rehabilitation: Vom Modell in die Regelversorgung

Über das Buch:

Fachleute sind sich einig: Die Rehabilitationspotentiale älterer pflegebedürftiger oder von Pflegebedürftigkeit bedrohter Menschen werden nur unzureichend genutzt. Wichtige SGB XI-Grundsätze wie der Vorrang der häuslichen Pflege oder der Vorrang von medizinischer Rehabilitation vor der Pflege werden davon tangiert. Unter den vielfältigen Ursachen für diese Situation spielen Angebotsdefizite eine besondere Rolle. Im Rahmen des BMGS-Modellprogramms „Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger“ wurde mit der mobilen Rehabilitation ein spezifisches Rehabilitationskonzept für Pflegebedürftige konzipiert und an vier Standorten implementiert.

Bei der mobilen Rehabilitation handelt es sich um eine medizinische Komplexleistung unter ärztlicher Leitung. Alle Maßnahmen werden in der Wohnung des Patienten durchgeführt, was den Vorteil hat, dass Probleme bei der Alltagsbewältigung dort gelöst werden, wo sie auftreten. Von dem aufsuchenden Angebot profitieren vor allem Pflegebedürftige, die in die ambulante oder stationäre Rehabilitation nicht einbezogen oder dort nicht optimal behandelt werden können.

Alle vier Modelleinrichtungen haben nach Ende der Modelllaufzeit Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen abschließen können. Trotz positiver Modellergebnisse haben die Leistungsträger jedoch den weiteren Ausbau bisher nicht in die Wege geleitet. Dafür ursächlich sind vor allem noch offene Steuerungs- und Qualitätssicherungsfragen. In der vorliegenden Studie werden deshalb die Ergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitungen und Materialien der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mobile Rehabilitation e.V.“ so aufbereitet, dass sie zur Klärung der noch offenen Fragen beitragen.

Saarbrücken 2005, gb., 100 S., 5,00 € + Versandkosten: ISBN 3-935084-19-6

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