Schriften: Kurzbeschreibung

Carola Schweizer

Pflegebedürftigkeit und Teilhabe: Zum Paradigmenwechsel in der Pflege

Über das Buch:

Im Modellprogramm „Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger“ des Bundesgesundheitsministeriums sind Modelle gefördert worden, die entscheidend zu einem Paradigmenwechsel in der Pflege beigetragen haben. Die Modelle zeigen, dass die Versorgung Pflegebedürftiger nur dann optimal ist, wenn ihre Selbstständigkeit gefördert wird und für sie Möglichkeiten der sozialen Teilhabe geschaffen werden. Denn Ziel der Modelle ist es, nicht nur Pflegebedürftigkeit zu mindern, sondern die Art der Abhängigkeit von Fremdhilfe qualitativ zu ändern. Dazu gehört, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht „Opfer“ des Pflegeprozesses sind, sondern über den Versorgungsablauf genau Bescheid wissen und über mögliche Alternativen informiert sind, so dass sie steuernd in den Prozess eingreifen können.

Für die Studie sind Modelle ausgewählt worden, die als „Leuchttürme“ bezeichnet werden können, weil sie die Versorgungsinfrastruktur im Bereich der Pflege, aber auch der medizinischen Rehabilitation in Deutschland verändert haben. Es sind Modelle, die Standards für die stationäre und ambulante Sturzprävention, für das Kontinenzmanagement, für Beratungsleistungen, für Angebote mit rehabilitativer Zielsetzung und für ein spezielles Rehabilitationsangebot gesetzt haben.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat bei der Entscheidung, diese Modellansätze zu fördern, nicht nur die Weichen für eine zukunftsfähige Versorgungsinfrastruktur richtig gestellt, sondern auch dazu beigetragen, dass die ausschließlich negative Konnotation des Begriffes der „Pflegebedürftigkeit“ langsam aufbricht und Aspekten der Teilhabe im Bereich der Pflege mehr Geltung verschafft wird.

Saarbrücken 2008, gb., 108 S., 5,00 € + Versandkosten: ISBN 978-3-935084-26-0

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