Wirkungsanalyse zum Förderprogramm „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“

Patienten mit kognitiven Einschränkungen und Demenzerkrankungen prägen zunehmend den Alltag in deutschen Akutkrankenhäusern. Für Kliniken stellt es jedoch eine anspruchsvolle und bisher nicht eingelöste Herausforderung dar, die Strukturen und Prozesse auf die Bedürfnisse demenzkranker Patienten auszurichten. Im Jahr 2012 hat die Robert Bosch Stiftung ein mehrphasiges Modellprogramm zur Förderung innovativer Ansätze aufgelegt. Durch das Modellprogramm wurde ein Anstoß gegeben, die gravierenden Probleme in der Akutversorgung von Menschen mit Demenz anzugehen und ein Expertenwissen über geeignete Strukturen und Prozesse zu generieren. Begleitend wurden ein Masterstudiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“ (M.A.) und ein Graduiertenkolleg „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus “ aufgebaut sowie europäische Studienreisen organisiert, um internationale Erfahrungen einzubeziehen.
Mit der Wirkungsanalyse sollen die vorliegenden Erfahrungen und das handlungsorientiere Wissen systematisch aufbereitet werden, um die weitere Verbreitung von demenzsensiblen Konzepten in Akutkliniken zu forcieren. Als Ergebnis soll ein Werkzeugkoffer (Tool-Box) zur modularen Implementierung demenzsensibler Krankenhäuser erstellt werden, der durch erprobte und wirksame Handlungshilfen, Instrumente, Prozessbeschreibungen usw. unterlegt ist. Einen wichtigen Fundus an Erfahrungen stellen dabei die von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekte dar, die nun erstmals einer externen Gesamtevaluation zugeführt werden. Darüber hinaus werden mit im Themenfeld ausgewiesenen Expertinnen und Experten im gesamten Bundesgebiet Interviews durchgeführt.

Projektstand:

laufend (01.04.2018 - 30.06.2019)

Projektleitung: Dr. Sabine Kirchen-Peters
Projektmitarbeiterin: Dr. Elisabeth Krupp
Auftraggeber: Robert Bosch Stiftung