Fachliche Beratung bei der Umsetzung der Evaluation des Projekts „Demenzsensible Gestaltung des räumlichen Umfelds in der Pflege“

In den meisten Pflegeeinrichtungen unterliegen die räumlichen Bedingungen primär den funktionalen Anforderungen der stationären Versorgung. Für eine Anpassung der Umgebung an die speziellen Bedürfnisse der demenzkranken Patienten fehlen in aller Regel sowohl die finanziellen Möglichkeiten als auch das fachliche Knowhow. In Deutschland gibt es nur wenige Architekten, wie Frau Dr. Birgit Dietz von der TU München, die sich intensiv mit Konzepten einer demenzfreundlichen Architektur beschäftigt haben. Auf der Grundlage ihrer Expertise werden nun in zehn Pflegeheimen der Region Bamberg modellhafte Elemente erprobt und wissenschaftlich begleitet. Ziel der Evaluation ist sowohl die Bewertung der räumlichen Veränderungen durch die Pflegekräfte und Angehörigen als auch die Herausarbeitung förderlicher und hinderlicher Faktoren für den Projekterfolg. Durch die Evaluation wird ein erfolgreicher und breiter Transfer der Projektergebnisse auf weitere Pflegeheime in Bayern unterstützt.

Die Umsetzung der Evaluation erfolgt in enger Kooperation zwischen der TU-München und dem Institut für Sozialforschung und  Sozialwirtschaft (iso) in Saarbrücken, das über eine breite Expertise in der Demenzforschung verfügt. Die konkrete Umsetzung der Evaluation wird vor Ort von der TU München realisiert. Das iso-Institut übernimmt die fachliche Beratung zur methodischen Konzeption und zur praktischen Durchführung der Evaluation. Damit können zwei in ihrer jeweiligen Disziplin ausgewiesene Demenzexperten eine interdisziplinäre Bearbeitung des Projekts gewährleisten.

 

Projektstand: laufend (08/2017 – 12/2018)
Projektleitung: Dr. Sabine Kirchen-Peters
Projektmitarbeiter: Henning Haab
Projektassistenz: Tania Goddard
Auftraggeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege