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Berufliche Integration behinderter Menschen im Saarland

Im Rahmen regionaler Bemühungen, die Eingliederung Schwerbehinderter in den ersten Arbeitsmarkt zu effektivieren, haben institutionelle Akteure im Saarland ein Aktionsbündnis zur Integration Behinderter gegründet. Dieses Bündnis soll nicht nur die administrativ Zuständigen der Behindertenpolitik umfassen, sondern als erweitertes Politik-Netzwerk weitere Mitglieder und damit unterschiedliche Interessenkonstellationen einbinden (Unternehmen, Verbände, Akteure der lokalen und Landespolitik).

In einer begleitenden Studie des ISO-Instituts wurden hierzu Befragungen im Interaktionsfeld zwischen Institutionen der Integration und ökonomischen Akteuren durchgeführt. Ziel der Studie war es aufzuzeigen, (1) welche Gründe Unternehmen veranlassen, Behinderte neu einzustellen, (2) welche Gründe Unternehmen, die bereits umfänglich Behinderte beschäftigen, davon abhalten, weitere Behinderte einzustellen, (3) welche Probleme und Defizite in der administrativen Aufgabenerfüllung in diesem Feld sowohl von Unternehmen wie auch von den administrativ Zuständigen selbst angeführt werden. Insgesamt soll die Studie besonders den Akteuren auf den institutionellen Ebenen Hin- weise für den Aufbau des erweiterten Netzwerks zur Integration bieten.

Die Ergebnisse zeigen u.a. die besondere Bedeutung auf, die der sozialräumlichen Nähe einerseits und der direkten Zugangsmöglichkeiten von Integrationsakteuren zu betrieblichen "Entscheidern" andererseits für eine Einstellungsentscheidung und eine gelingende Integration in Kleinbetrieben zukommen.

gefördert durch: Arbeitskammer des Saarlandes
Projektstand:abgeschlossen
Projektbearbeiter:
Veröffentlichungen:
  • Huber, Achim, unter Mitarbeit von Breit, Heiko (1998): Berufliche Integration behinderter Menschen im Saarland, Beiträge der Arbeitskammer des Saarlandes, Nr. 1, Saarbrücken, 102 S.