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Belegschaftsnaher Gesundheitsbericht

Erstellung einer Handlungsanleitung für betriebliche Interessenvertreter

Betriebliche Gesundheitsberichte stützen sich heute zumeist auf die Auswertung von AU-Daten. Krankheitsbedingte Fehlzeiten sind für das betriebliche Belastungs- und Erkrankungsgeschehen jedoch nur begrenzt aussagefähig. Um arbeitsbedingte Erkrankungen in ihrem sozialen Kontext zu erfassen, bedarf es arbeits- und belegschaftsnaher Zugänge und Methoden.

Das in diesem Projekt entwickelte Handlungskonzept soll Belegschaftsvertreter darin unterstützen, einen Gesundheitsbericht 'von unten' zu erstellen. Dies beinhaltet die einzelnen Stufen und Maßnahmen einer Gesundheitsaktion; sie zielt im einzelnen darauf: die Thematisierung von Belastungs- und Gesundheitsfragen in der Belegschaft zu fördern, gesundheitliche Risikoarbeitsfelder im Betrieb aufzuspüren; riskante Arbeitsbedingungen und Belastungen und ihren Zusammenhang mit Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungssymptomen zu erfassen und zu beschreiben; die Zusammenarbeit mit Sicherheitsfachkraft und Betriebsarzt zu aktivieren; Vorgesetzte für gesundheitliche Bedürfnisse und Interessen der Belegschaftsmitglieder zu sensibilisieren; Vorschläge für den Abbau von Belastungen und Gesundheitsgefährdungen zu entwickeln. Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist eine Anleitung zur Durchführung einer Belegschaftsbefragung zu Gesundheitsbeschwerden. Ein entsprechender Fragebogen wird vorgestellt und es wird detailliert erläutert, wie dieser angewendet werden kann, und wie die Ergebnisse auszuwerten und zu interpretieren sind.

Auftraggeber:Arbeitskammer des Saarlandes
Projektstand:abgeschlossen
Veröffentlichungen:
  • Morschhäuser, Martina (1994): Belegschaftsnaher Gesundheitsbericht. Handlungsanleitung für betriebliche Interessenvertreter, Saarbrücken, AK-Beiträge, 2/1994